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Sunday, 22. July 2018
 
 
Schwerer Gefahrgutunfall auf A33

Datum:         19.11.2012

Uhrzeit:        07.50 Uhr

Ort:               A33, AK Haaren -> Bielefeld

Stichwort:  Un1A, GS2C

eingesetzte Fahrzeuge:

HLF20

weitere Kräfte:

Löschzug Haaren

Löschzug Bad Wünnenberg

Löschgruppe Leiberg

Löschgruppe Bleiwäsche

Löschzug Etteln

Feuerwehr Paderborn (ABC-Zug)

Feuerwehr Delbrück (ABC-Zug)

Rettungswache Fürstenberg

Rettungswache Büren

Rettungswache Borchen

Rettungswache Ahden

Polizei

Entsorgungs- und Bergungsunternehmen

Beschreibung:

Polizeibericht:

 Gefahrgut LKW kommt von der A 33 ab - Fahrer erlitt tödliche Verletzungen - 6 Helfer werden mit Atemwegsproblemen in ein Krankenhaus eingeliefert

Bielefeld (ots) - FB/ Am 19.11. gegen 07.47 Uhr befuhr der Fahrer eines 12t Lkw (Gefahrguttransporter) aus Mainz die A 33 in Fahrtrichtung Bielefeld/Osnabrück. Kurz hinter dem Autobahnkreuz Wünnenberg/Haaren (bei Kilometer 2,800) kam das Fahrzeug aus bisher ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab, befuhr den Grünstreifen und kollidierte mit der rechten Seitenschutzplanke. Im weiteren Verlauf durchbrach der Lkw diese Schutzplanke, stürzte die kleine Böschung hinab und kam auf der rechten Fahrzeugseite zum Stillstand. Der Fahrer wurde bei diesem Unfall teilweise aus dem Führerhaus geschleudert und zwischen seinem Führerhaus und dem Erdboden eingeklemmt. Dabei erlitt er tödliche Verletzungen. Der Lkw hatte Gefahrgut geladen, wobei es sich um Stückgut wie Farben, Lacke und Lösungsmittel handelte. Drei der Fässer, die mit dem Lösungsmittel Ethylacetat gefüllt waren brachen auf und liefen aus. Durch Einatmen der daraus enstandenen Dämpfe wurden drei Polizeibeamte, 2 Feuerwehrleute sowie der Ersthelfer verletzt und in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Alle 6 Personen müssen im Krankenhaus verbleiben. Aufgrund der Kontaminationsgefahr wurde durch die Feuerwehr ein Gefahrenbereich von 50 m festgelegt. Der tödlich verletzte Fahrer konnte mit Hilfe eines Kranes und unter dem Einsatz von Atemschutzgeräten geborgen werden. Der möglicherweise kontaminierte Leichnam wurde vor dem Abtransport in Folie gesichert. Der Leichnam wurde auf Anordnung der StA Paderborn beschlagnahmt. Die A 33 ist nach wie vor in Fahrtrichtung Osnabrück/Bielefeld voll gesperrt. Die Bergungs- und Aufräumarbeiten dauern noch an. Eine Umleitungsstrecke wurde eingerichtet.


 

Bericht: Neue Westfälische Zeitung

 

Lkw-Fahrer bei Unfall auf der A33 bei Bad Wünnenberg getötet

 

Bad Wünnenberg (my). Ein weiterer tödlicher Unfall beschäftigt Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei im Kreis Paderborn seit dem frühen Montagmorgen. Gegen 7.45 Uhr waren die Retter zu dem Unfall auf der Autobahn 33 gerufen worden. Zwischen den Anschlusstellen Bad Wünnenberg und Borchen/Etteln war auf der Fahrtrichtung Bielefeld aus bislang unbekannter Ursache ein Gefahrgut-Lastwagen von der Fahrbahn abgekommen, eine Böschung heruntergestürzt und umgekippt. Der Fahrer wurde dabei unter seinem Führerhaus eingeklemmt. Rettungskräfte konnten ihn nur noch tot bergen. Der Lastwagen hatte Lacke, Farben und Lösungsmittel geladen, die bei mehreren Einsatzkräften zu Atemwegsreizungen führten. Insgesamt vier Personen wurden nach Versorgung durch die Notärzte in Paderborner Krankenhäuser eingeliefert. Gefahrgut-Spezialisten  der Feuerwehren Paderborn und Delbrück dekontaminierten alle Einsatzkräfte, die sich in der Nähe des verunglückten Lastwagen aufgehalten hatten. Anschließend führten sie Schadstoffmessungen im Bereih des zerstörten Lastwagens durch.

 

Die Autobahn 33 blieb in Fahrtrichtung Bielefeld bis in die Mittagsstunden komplett gesperrt.

 

Bericht: Westfalen Blatt

Bad Wünnenberg-Haaren (WB/pic). Auf der Autobahn 33 ist am Montagmorgen ein Transporter mit Lacken verunglückt. Der Fahrer kam dabei ums Leben, die Feuerwehr löste Großalarm aus.

Der Lkw war auf der A33 zwischen dem Kreuz Bad Wünnenberg/Haaren und der Anschlussstelle in eine Böschung gefahren und umgekippt.

Die Löschzüge aus der Umgebung wurden zusammengezogen. Auch ein ABC-Trupp wurde zur Unfallstelle gerufen. Die Polizei teilte mit, dass sechs Ersthelfer, darunter drei Polizisten, zwei Feuerwehrleute und ein Rettungssanitäter, verletzt worden sind. Sie hatten giftige Dämpfe eingeatmet.

Ein Polizeihubschrauber wurde aus Düsseldorf angefordert, um die Unfallstelle zu vermessen. Erdreich muss in den kommenden Stunden großflächig abgetragen werden. Die A33 ist zwischen dem Kreuz Bad Wünnenberg und der Abfahrt Borchen-Etteln ist bis mindestns 15 Uhr in Richtung Bielefeld gesperrt.

 
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