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Saturday, 19. May 2012
 
 
Einsatz und Technik

Warum gibt es in Fürstenberg eine First Responder-Gruppe - Es gibt doch eine Rettungswache?

Die Frage ist durchaus berechtigt. Die Antwort ist aber eben so schnell gegeben: Um den Menschen in und um Fürstenberg sinnvoll helfen zu können, wenn der Rettungswagen der Rettungswache Fürstenberg bereits im Einsatz ist. Ein anderer Rettungswagen erreicht nämlich unter Umständen erst nach sehr langer Zeit den Einsatzort.

Die nächsten Rettungswachen zur Rettungswache Fürstenberg sind in Büren, Lichtenau, Marsberg, Kirchborchen, Ahden, Brilon und Salzkotten. So kann es lange Zeit dauern bis der Rettungsdienst von dort an der Einsatzstelle eintrifft. Wer schon einmal einen Notruf abgesetzt hat, wird wissen wie lange schon fünf Minuten sein können, bis Hilfe eintrifft.

 

Auslöser:

Vor einigen Jahren ereignete sich ein lebensbedrohlicher Notfall in der Nähe von Fürstenberg. Der Rettungswagen der Wache Fürstenberg war bereits im Einsatz, so dass ein weiter entfernt stationierter Rettungswagen zum Einsatz kam. Als dieser dann nach längerer Anfahrt an der Einsatzstelle eintraf, konnte dem Patienten nicht mehr geholfen werden.

Feuerwehrmänner des Löschzugs Fürstenberg, die hauptberuflich beim Rettungsdienst arbeiten, stellten sich damals die Frage, wie eine bessere Patientenversorgung in Fürstenberg und der Stadt Bad Wünnenberg aussehen könnte.

Und so wurde die Fürstenberger First Responder-Gruppe eingerichtet.

 

Wer ist in der Gruppe aktiv?

Die Gruppe besteht derzeit aus sechs Rettungsassistenten und drei Rettungssanitätern des Löschzugs, die auch hauptberuflich oder ehrenamtlich auf Rettungswagen oder Notarzteinsatzfahrzeug in Dienst stehen.

Diese haben auf ihren Funkmeldeempfängern eine eigene Alarmschleife eingerichtet, mit der sie zum Einsatz gerufen werden, wenn ein lebensbedrohlicher Notfall in der Umgebung eintritt und der Rettungsdienst nicht schnell genug an der Einsatzstelle sein kann. Daneben rücken sie aus, wenn ein Rettungsfahrzeug in der Umgebung Fürstenbergs Unterstützung, wie zum Beispiel Tragehilfe, benötigt.

Ebenso werden sie bei Großschadenslagen mit einer größeren Anzahl von Verletzten auch über die Grenzen der Stadt Bad Wünnenberg hinaus alarmiert. So rückte die Gruppe am 19.09.2005 auch bei der schweren Gasexplosion in der Höxteraner Innenstadt aus, brauchte aber gottlob nicht eingesetzt werden.

 

Welche Technik steht den First Respondern zur Verfügung?

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Die Gruppe verfügt über einen Notfallkoffer "Kreislauf", einen Notfallkoffer "Atmung", einen Automatischen Externen Defibrillator vom Typ AED PRO und eine Einsatztasche.

Wesentlicher Inhalt Notfallkoffer "Kreislauf":

- Blutdruck- und Blutzuckermessgerät

- Pulsoxymeter 

- Infusionen mit Zubehör

- div. Notfallmedikamente

- Verbandmaterial

- Desinfektion 

Wesentlicher Inhalt Notfallkoffer "Atmung":

- mechanische Absaugpumpe mit Zubehör

- Sauerstoffinhalationseinheit mit 1L-Sauerstoff

- Beatmungsbeutel mit verschiedenen Beatmungsmasken

- Guedeltuben 

- Stifneck Select

- Untersuchungshandschuhe 

Defibrillator:

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Hersteller: Zoll

Typ: AED PRO

Besonderheiten: 3-Kanal-EKG-Ableitung

Inhalt Einsatztasche:

Tragetuch/Bergetuch

Einwegdecken 

Wolldecken

Weiteres Einsatzmaterial:

Weiteres Material, wie Schleifkorbtrage, Krankentrage oder Decken liegen auf den Einsatzfahrzeugen bereit. 

Einsatzfahrzeug: 

Als Einsatzfahrzeug der First Responder-Gruppe fungiert unter anderen der Mannschaftstransportwagen des Löschzugs. 

 

 

 
 
 
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